Runway-Videos prüfen: was in der Datei überlebt
Runway liefert Video, und Video trägt seine Herkunft an anderen Stellen als ein Standbild. AICheck365 liest zuerst den MP4/MOV-Container — ftyp, den Box-Baum, udta/meta/ilst sowie encoder-, tool- und software-Felder —, sucht danach im Bitstrom nach bekannten Werkzeug-Strings, prüft den Dateinamen und tastet erst dann Frames ab, wenn alles darüber leer bleibt. Der gesamte Durchlauf passiert in Ihrem Browser, was bei Video mehr wiegt als bei Bildern.
Kurz gesagt: erst Container-Felder, Frames nur als Rückfallebene
Beginnen Sie mit dem Original-MP4 oder -MOV und lesen Sie die encoder- und tool-Felder des Containers, danach etwaige SEI-Marker im Bitstrom. Der Dateiname kann ein Plattformmuster tragen, das eine Notiz wert ist. Nichts davon ist signiert wie ein C2PA-Manifest, also ist jedes Signal ein Hinweis, der gegen die tatsächliche Herkunft der Datei geprüft werden will — und alle verschwinden bei einem einzigen Neucodieren.
Stand der Beispiele und Beweisprofil
| Runway-Beispiel | Noch nicht enthalten. Diese Seite behauptet keinen reproduzierten Runway-Test, solange kein lizenziertes Original mit den übrigen Beispielen veröffentlicht werden kann. |
|---|---|
| Verwandtes enthaltenes Video | Ein Google Veo MP4 ist enthalten und durchläuft dieselben Container-, SEI- und Frame-Pfade, trägt aber Googles Credentials statt Runways. |
| Beweisstufe | Unsignierte Container-Metadaten und Dateinamenmuster: lesbar und nützlich, aber deutlich schwächer als ein prüfbares C2PA-Manifest. |
Prüfbare Signale
| MP4/MOV-Container-Metadaten | ftyp brand, Box-Baum, udta/meta/ilst sowie encoder-, tool-, software- und ©too-Einträge werden gelesen, jeweils mit dem Box-Pfad des Fundes. |
|---|---|
| SEI-Marker | Bekannte Werkzeug-Strings im Videobitstrom. Sie können ein Remux überstehen, verschwinden beim Neucodieren aber meist. |
| Dateiname | Download-Namen tragen mitunter ein Plattformmuster oder eine Job-Kennung. Kontext, der sich durch Umbenennen erledigt. |
| Frame-Wasserzeichen | Bleibt der Container leer, werden Frames mehrerer Zeitpunkte gegen bekannte sichtbare Marken und unsichtbare Muster geprüft. Kein allgemeiner KI-Klassifikator. |
Warum ein leeres Ergebnis bei geteilten Clips so häufig ist
Video wird weit aggressiver transcodiert als Bilder, entsprechend schnell schwinden die Belege. Ein Neucodieren durch eine soziale Plattform entfernt Container-Werkzeugfelder und SEI-Marker typischerweise in einem Durchgang und hinterlässt eine Datei, die identisch abspielt und nichts Lesbares mehr trägt. Ein Schnittprogramm, das die Timeline neu exportiert, tut dasselbe, und eine Bildschirmaufnahme behält vom ursprünglichen Container gar nichts. Deshalb ist ein leeres Ergebnis bei einem Runway-Clip nicht entlastend, sondern schlicht nicht informativ — und deshalb lohnt die Suche nach der ersten veröffentlichten Kopie mehr als jede Frame-für-Frame-Betrachtung.
Wo Runway gegenüber signierenden Plattformen steht
Manche Plattformen legen ihrer Ausgabe C2PA Content Credentials bei; das erzeugt Belege, die sich kryptografisch prüfen und als intakt oder gebrochen nachweisen lassen. Beschreibende Container-Felder gehören einer anderen Kategorie an: lesbar, aufschlussreich darüber, welches Werkzeug die Datei geschrieben hat, aber von jedem mit einem Metadaten-Tool veränderbar. Widersprechen sich beide Kategorien, gewinnt die signierte Ebene — und liegt nur die unsignierte vor, lautet die ehrliche Formulierung, dass die Datei eine Herkunft nahelegt statt sie zu belegen.
Grenzen
- Container-Felder, SEI-Marker und Dateinamen sind unsigniert: Sie lassen sich bearbeiten, entfernen oder auf eine andere Datei kopieren.
- Transcoding durch Videoplattformen und Messenger sowie Re-Exporte und Bildschirmaufnahmen entfernen sie routinemäßig.
- Es ist noch kein Runway-Beispiel veröffentlicht, daher beschreibt diese Seite die Feldabdeckung und kein reproduziertes Testergebnis.
- Frame-Analyse gleicht nur derzeit bekannte Muster ab und ersetzt weder Quellenprüfung noch professionelle Forensik.
Beginnen Sie mit dem MP4/MOV-Metadaten-Inspector und öffnen Sie den vollständigen Detektor, wenn Sie die Frame-Rückfallebene brauchen.
FAQ
Wie prüfe ich, ob ein Video von Runway stammt?
Laden Sie das Original-MP4 oder -MOV in den Metadaten-Inspector und lesen Sie zuerst die encoder- und tool-Felder des Containers. Die Prüfung ist kostenlos, läuft im Browser ohne Upload und weist jeden Fund mit seinem Box-Pfad aus.
Fügt Runway C2PA Content Credentials hinzu?
Verlassen Sie sich nicht darauf. Verlässlich sind hier unsignierte Container-Metadaten, SEI-Marker und der Dateiname. Taucht doch ein signiertes Manifest auf, stammt es meist aus einem späteren Schritt der Verarbeitungskette.
Warum hat die Prüfung bei meinem Clip nichts gefunden?
Fast immer, weil die Datei neu codiert wurde. Ein Upload zu einer Videoplattform, ein Re-Export aus dem Schnittprogramm oder eine Bildschirmaufnahme entfernt Container-Felder und SEI-Marker, während das Material gleich aussieht.
Werden Videos zum Prüfen hochgeladen?
Nein. Das Container-Parsing läuft lokal über nach WebAssembly kompiliertes Rust, und die Frame-Extraktion findet ebenfalls auf Ihrem Rechner statt.
Quellen und Prüfprotokolle
- Öffentliche Beispieldaten von AICheck365 — Welche Videobeispiele enthalten sind, ihre Herkunft, Testdaten und bekannte Grenzen.
- ISO/IEC 14496-12 (ISO base media file format) — Der Standard hinter der MP4/MOV-Box-Struktur, die dieser Parser durchläuft.
- Videoerkennungs-Guide — Container-, Bitstrom- und Frame-Ebene an einer Stelle erklärt.
- Methodik von AICheck365 — Wie Video-Beweisebenen, Konfidenzstufen und Grenzen definiert sind.